Wien mit dem Zug entdecken
Unsere Insidertipps für einen unvergesslichen Städtetrip
Artikel von Gregor
Intro
Wien gehört zu jenen Städten, die ich immer wieder besuchen kann. Tatsächlich war ich schon so oft dort, dass es mir schwerfällt, mich zu entscheiden, was in diesen Post überhaupt schreiben soll. Daher werde ich mich auf drei Punkte konzentrieren: Kulinarik, Kultur und Natur.
Was Wien aber auf jeden Fall ist: Die Stadt und vor allem ihre Bewohner ist eigenwillig. Wie auch der Slogan der Stadtverwaltung sagt: „Wien ist anders“.
Stichwörter, um die Stadt zu beschreiben können von modern über prachtvoll bis hin zu „altem Charme“ gehen. Gerade diese Mischung macht Wien so vielseitig und authentisch. Besonders entspannt beginnt die Reise mit dem Zug: Man kommt mitten in der Stadt an und kann von dort aus alles zu Fuß oder nur wenigen Stopps per U-Bahn, Straßenbahn oder Bus erledigen.
Historische Kulinarik: Kuchen und Kaffee mit Geschichte
Wer Wien entdecken möchte, sollte sich ausreichend Zeit für seine kulinarischen Klassiker nehmen. Die verbreiteten Eis-Salons sind in der Stadt einzigartig und ich habe diese sonst wo auf der Welt noch nicht so wiedergefunden. Eine besondere Spezialität ist der Eismarillenknödel, der in traditionellen Eissalons aufzufinden ist. Marilleneis bildet den Kern, Vanilleeis ersetzt den Teig und Nusssplitter sorgen für die typische Hülle. Ab und zu ist dieser auch als Eis-Zwetschkenknödel zu haben, wie hier am Bild. Das Original ist jedoch jener mit Marille und stammt vom Tichy am Reumannplatz, wo die Kreation bereits 1967 entwickelt wurde. Besonders in diesem Salon scheint die Zeit stehen geblieben zu sein und das ganze Erlebnis ist sehr authentisch.
Natürlich darf auch die klassische Wiener Mehlspeiskultur nicht fehlen. Die Sachertorte verbindet kräftigen Schokoladengeschmack mit einer feinen Marillenmarmelade und Schokoladenglasur. Der Apfelstrudel begeistert mit dünnem Strudelteig, saftigen Äpfeln, Zimt und Rosinen, während die Esterházytorte mit ihren Nussböden, der hellen Creme und dem charakteristischen Glasurmuster zu den besonders eleganten Klassikern zählt. Hinzu kommen Topfenstrudel, Punschkrapfen, Kardinalschnitten und viele weitere Spezialitäten, die jede Kuchenvitrine zu einer kleinen Sehenswürdigkeit machen.
Am schönsten genießt man diese Köstlichkeiten in einem der zahlreichen Wiener Kaffeehäuser. Zeit spielt dabei kaum eine Rolle und bei einer Melange, einem Einspänner oder einem kleinen Schwarzen kann man stundenlang sitzen, Zeitung lesen, das Geschehen beobachten und aus einer beeindruckenden Auswahl an Torten, Kuchen und Eiskreationen wählen. Das Kaffeehaus ist in Wien eben nicht nur ein Ort für Kaffee, sondern ein Stück gelebte Stadtkultur.
Kultur, Architektur und Unterhaltung
Auch kulturell bietet Wien so viele Möglichkeiten, dass ein einzelner Besuch kaum ausreicht. Eines davon ist das Hundertwasserhaus, ein gewöhnliches Wohnhaus mit seinen leuchtenden Farben, unregelmäßigen Formen, begrünten Flächen und dem bewussten Verzicht auf gerade Linien. Es gibt von Hundertwasser designte Gemeindebauten, das Kunsthaus, die Müllverbrennungsanlage Spittelau aber auch einfache Stadtdenkmäler. Zum tieferen Eintauchen kann ich das Hundertwassermuseum empfehlen, in dem die Böden, ganz im Sinne des Künstlers teilweise nicht ganz eben sind.
Für politisch Interessierte ist ein Besuch im umfassend renovierten österreichischen Parlament an der Ringstraße sehenswert. Hinter seiner prachtvollen historischen Fassade präsentiert sich das Gebäude heute offen, modern und einladend. Besonders beeindruckend sind die neu gestalteten Innenbereiche, der historische Sitzungssaal und der Blick von der öffentlich zugänglichen Dachterrasse. Dort enden übrigens die Touren und man kann ganz wie die Parlamentarier im hauseigenen Café verweilen.
Ein weiterer Höhepunkt ist das Schloss Schönbrunn, die ehemalige Sommerresidenz der Habsburger. Die prunkvollen Räume, der weitläufige Schlosspark, die Gloriette und der älteste noch bestehende Zoo der Welt machen das Areal zu einem Ziel, für das man problemlos einen ganzen Tag einplanen kann. Wer den Park am frühen Morgen besucht, erlebt Schönbrunn von einer besonders ruhigen und stimmungsvollen Seite.
Neben den Klassikern gibt es viele tolle Museen oder viele sehenswerte Kirchen, die architektonisch besonders verschiedene Merkmale aufweisen.
Überraschend viel Natur für eine Stadt
Einer meiner Lieblingsorte, den ich fast nie auslasse ist der Wiener Prater. Viele verbinden ihn zunächst mit dem Vergnügungspark und dem berühmten Riesenrad. Der sogenannte Wurstelprater ist jedoch nur ein Teil des riesigen Areals. Nachdem dieser ehemals als Jagdrevier des Kaisers diente, wurde dieser der Öffentlichkeit freigegeben und ist seither ein Naherholungsgebiet. Gleich dahinter erstrecken sich weitläufige Wiesen, Wälder und Wege, die überraschend viel Natur mitten in der Stadt bieten. Die lange, schnurgerade Hauptallee eignet sich wunderbar zum Spazierengehen, Radfahren oder Laufen. Man hat sogar die Wahl zwischen Wald oder Asphaltboden für das Lauftraining. Auch beim Vienna City Marathon führt die Strecke durch den Prater und über die gesamte Hauptallee – ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie eng Großstadt und Natur in Wien miteinander verbunden sind.
Wien bequem mit dem Zug erleben
Ob Kaffeehaus, kaiserliches Schloss, außergewöhnliche Architektur oder eine Laufrunde im Grünen: Wien lässt sich immer wieder neu entdecken. Die Anreise mit dem Zug macht den Aufenthalt besonders angenehm, denn sie führt bequem und direkt ins Zentrum des Geschehens.
Dank unserer Kooperation mit den ÖBB können wir bei railOn besonders attraktive Preise für Ihre Zugreise nach Wien anbieten.
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